Welche KI-Bewerbungstools kostenlos nutzbar sind, was die Gratis-Versionen einschränkt und wie du Abo-Fallen vermeidest. Mit Stand der Preismodelle Oktober 2026.

Christian Arzberger
Gründer & Karriereberater, Karriereengel
Kostenlos klingt gut, bedeutet bei Bewerbungstools aber selten dasselbe. Meist ist die Gratis-Version eingeschränkt, und der Weg zur vollständigen Bewerbung führt über ein Abo oder ein Paket. Dieser Überblick zeigt, was bei verbreiteten Anbietern ohne Bezahlung möglich ist und worauf du achten solltest. Die Angaben beruhen auf den öffentlichen Preisseiten, Stand September und Oktober 2026. Maßgeblich ist immer die aktuelle Seite des Anbieters.
Was „kostenlos" in der Praxis heißt
Die Gratis-Versionen folgen drei Mustern:
- Mengenlimit: Du bekommst zum Beispiel einen Lebenslauf und ein Anschreiben, danach ist Schluss.
- Wasserzeichen: Du kannst Dokumente erstellen, der Download trägt aber ein Wasserzeichen.
- Teilfunktion: Du kannst Texte prüfen lassen oder einen Score sehen, die Überarbeitung kostet.
Gratis-Angebote im Überblick
- bewerbung.ai: Im Basic-Paket sind 1 Lebenslauf und 1 Anschreiben kostenlos. Weitere Pakete werden einmalig bezahlt, der Zugriff ist zeitlich begrenzt.
- Kickresume: Es gibt eine eingeschränkte Gratis-Version. Die vollen Funktionen gibt es im Monats-Abo.
- Jobscan: 5 ATS-Scans pro Monat sind kostenlos. Es ist nur ein ATS-Check, kein Lebenslauf-Editor.
- lebenslauf.de: Das Gratis-Konto enthält 1 Bewerbungsprofil, der Download trägt ein Wasserzeichen.
- Karriereengel: Lebenslauf-Upload und Gratis-Analyse sind ohne Konto kostenlos. Die komplette Bewerbung kostet einmalig 10 € vom Guthaben.
Wo Kosten entstehen können
Achte vor jedem Klick auf drei Dinge:
- Einstiegspreise von 1 bis 3 €. Viele Tools bieten eine Testphase zu einem niedrigen Preis an, die sich nach wenigen Tagen automatisch in ein Monats-Abo verwandelt. Das ist kein kostenloser Test.
- Kündigung. Prüfe, wie du kündigen kannst und ob die Verlängerung automatisch ist, bevor du Zahlungsdaten eingibst.
- Wasserzeichen und Zeitlimits. Ein Download, den du nicht verschicken kannst, ist kein kostenloses Ergebnis.
So gehst du vor, wenn du nichts ausgeben willst
- Erst prüfen, dann schreiben: Eine kostenlose Analyse zeigt, wo dein Lebenslauf Schwächen hat, ohne dass du Geld ausgibst. Du kannst deinen Lebenslauf kostenlos prüfen, ohne ein Konto anzulegen.
- Gratis-Version gezielt nutzen: Wenn du nur ein Anschreiben brauchst, reicht manchmal das Basic-Paket eines Anbieters.
- Selbst formulieren, KI zum Gegenlesen: Die Texte schreibst du, das Tool dient als Korrektur. Das kostet wenig und bleibt dein eigener Text.
Wenn du Kostenübernahme prüfen willst
Arbeitsuchende können unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zu Bewerbungskosten beantragen. Es besteht kein Rechtsanspruch, die Entscheidung liegt bei der zuständigen Stelle. Lies dazu die Seite zum Vermittlungsbudget. Bei Jobcentern, der Agentur für Arbeit und Beratungsstellen von Wohlfahrtsverbänden gibt es je nach Region außerdem kostenlose Bewerbungshilfe. Das Angebot unterscheidet sich vor Ort, erkundige dich dort nach den aktuellen Möglichkeiten.
Was bei Karriereengel kostenlos ist und was nicht
Lebenslauf-Upload und Gratis-Analyse sind kostenlos und ohne Konto möglich. Bezahlt wird erst, wenn du die komplette Bewerbung mit Anschreiben, CV-Design und Deckblatt freischaltest: einmalig 10 € vom Guthaben, das du ab 15 € kaufst. Es gibt kein Abo und keine automatische Verlängerung, das Guthaben verfällt nicht. Die Preise und einen Vergleich mit anderen Anbietern findest du auf den jeweiligen Seiten.
Kurz zusammengefasst
- Kostenlos bedeutet fast immer eingeschränkt: Mengenlimit, Wasserzeichen oder Teilfunktion.
- Einstiegsangebote von 1 bis 3 € sind häufig der Einstieg in ein Abo.
- Eine kostenlose Analyse ist die risikoärmste Möglichkeit, ein Tool zu testen.
- Prüfe vor der Zahlung Kündigung, Laufzeit und Zeitlimit.

